Farben im Webdesign

Der dritte Teil der Reihe Farben im Webdesign geht näher auf unsere Besucher ein. Wer sind die Leute überhaupt, die wir ansprechen wollen?

Was erwarten unsere Besucher noch?

Bei Websites die nicht auf ein einzelnes Produkt ausgerichtet sind, schadet es nicht, sich noch mehr Gedanken über die Menschen zu machen, die unsere Website besuchen. Und auch, was sie vorhaben hier zu tun.

Welches Geschlecht hat das Gros unserer Besucher? Wie auch Innenarchitekten wissen, stehen Frauen eher auf angenehme, heimelige Pastelltöne, während Männer funktionelles Schwarz-Chrom schätzen. Oder so. Ich meine, ich kenne genug Leute die nicht in diese Schubladen passen, vielleicht ist das so weil ich nur seltsame Menschen kenne... Wie auch immer.

Wie alt sind unsere Besucher? Kinder und Jugendliche kommen eher mit schreienden Farben klar, als Leute über 30. Laut irgendwelcher Studien (hab vergessen woher ich das weiß) kommen junge Augen sehr gut klar mit hellem Text auf dunklem Hintergrund. Je älter wir werden, desto eher wollen wir Schwarz auf Weiß lesen.

Was tun unsere Besucher den ganzen Tag? Wer den lieben langen Tag vor dem Computer sitzt und sich diverse knallige Benutzeroberflächen und regenbogenartig gefärbte Websites reinzieht ist froh, mal zur Abwechslung ein Webdesign in dezenten Farben, wenn nicht gar simples Weiß vorzufinden.
Wer stattdessen den ganzen Tag am Traktor sitzt und dessen Welt aus Rasen, Boden und Himmel besteht, kann durchaus mal einen peppigen Farbreiz vertragen.

Gehören Menschen mit Sehbehinderungen zu unserer Zielgruppe? Hier sollten wir sehen, den Kontrast hoch genug zu halten, sonst wird das Lesen viel zu anstrengend und die Leute verlassen die Site wieder (außer die benutzen Hilfsmittel).

Was wollen unsere Besucher? Sind sie auf der Suche nach Spaß und Action, oder vielleicht nach Entspannung, oder wollen sie eine Geschäftsbeziehung knüpfen?

Und, woher kommen unsere Besucher? Jetzt beschränke ich mich unseren Sprachraum, und zwar Stadt oder Land. Landvolk steht statistisch eher auf bunte Seiten, während Stadtinger gerne mal Grün zu sehen bekommen. Aber hier sind die Auswirkungen der Farben auf das Webdesign marginal.
Es gibt da allerdings noch nationale beziehungsweise kulturelle Unterschiede, aber hier müssen wir uns die jeweiligen Sites selber ansehen. Als Beispiele könnte man sagen, daß Afrikaner vielleicht gerne buntes Webdesign haben, da auch ihre Kunst sehr farbenfroh ist. Japaner mögen Kombinationen aus Pastelltönen, die uns an Zuckerwatte erinnert.

Außerdem könnte man noch so weit gehen, die Zielgruppe in soziale Schichten zu schubladieren. Intellektuelle bevorzugen schlichtes Webdesign, wo die Farben nicht vom Inhalt ablenken. Einfachere Menschen erfreuen sich an bunten Farben, und die aufstrebende Mittelschicht (also Leute die tatsächlich noch Sekt trinken, ihgitt) mags gern pompös mit Gold und so.

Dazugehörige Artikel über Farben im Webdesign:

Tags: farben webdesign philosophie gestaltung farbgebung websites webseiten farbe