Arten von Websites

Jedes Webdesign sollte funktionieren. Ansonsten bringt selbst die schönste Bilderflut nichts, und die beste Auswahl der Farben ist fürn Hugo.

Webdesign ist der Anfang aller Dinge im Internet, deshalb sollte es funktionell sein und den Bedürfnissen der Leute entsprechen.

Dabei ist natürlich zu bedenken, welche Erwartungen jemand an sein Webdesign stellt.

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen zwei Arten von Webdesign: Präsentations-Sites und Portal-Sites.

Präsentation

Präsentations-Sites sind Websites, die einfach so in der Gegend herumliegen. Die tun eigentlich nix, außer schön auszusehen und den Besuchern grundlegende Informationen zu vermitteln. Sie haben meistens nur eine kleine Anzahl von Unterseiten und stellen so etwas wie eine digitale Visitenkarte dar. Genau wie wir jemandem eine normale Visitenkarte in die Hand drücken, können wir auch sagen "Schau dir einfach meine Website an."

Für Präsentationszwecke brauchen wir eigentlich keinen Programmierer, sondern besser Grafiker. Trotzdem sollten Grundkenntnisse der Web-Funktionalität vorhanden sein. Stichwort Browserkompatibilität und so, wir wollen ja daß das Ding gut aussieht und die Leute vielleicht einen Anfahrtsplan, ein Impressum und unter Umständen noch ein Kontaktformular finden. Vielleicht, aber nur vielleicht, könnte auch ein Präsentationssite ein Mini-CMS beinhalten, mit dem sich Inhalte austauschen lassen.

Portalsites

Portalsites hingegen sind primär darauf ausgelegt, Informationen zu vermitteln. Sie sind vollgestopft mit Text, Bildern und anderen Inhalten, daß die Navigation oft recht umfangreich ausfällt. Hier sollten wir uns mit visuellen Inhalten etwas zurückhalten, die brauchen oft recht lange um zu laden. Dafür lassen sich Portalsites hervorragend auf Suchmaschinen optimieren, das bringt Besucher von überall aus dem Netz. Portalsites brauchen meistens ein umfangreiches (kann aber trotzdem einfach gehalten sein) CMS, mit Datenbankanbindung. Künstler sind hier als Webdesigner weniger gefragt.
Da brauchts schon Programmierer.

Web 2.0

Web 2.0 war ja vor nicht allzulanger Zeit das absolute Modewort. Jeder wollte plötzlich interaktive Websites haben und kaum einer wusste von der Verantwortung und dem Zeitaufwand, der damit verbunden ist. Im Grunde war schon das allererste Gästebuch eine Web 2.0 Applikation.

Bei Web 2.0 handelt es sich eigentlich um interaktive Portale, wo Benutzer sich irgendwie beteiligen können. Sei es Kommentare zu schreiben, in Foren zu diskutieren, oder wie es zur Zeit recht im Trend liegt, entweder 140 Zeichen lange Botschaften durch die Kabel zu jagen, oder in sozialen Netzwerken das eigene Sexualleben bloßzustellen.

Natürlich wandelt sich Ganze schneller als man lesen kann. Mittlerweile redet ja niemand mehr von Web 2.0, weil nun heissts Social Web. Das eigene Getippsel auf diversen Plattformen, sei es Google+, Facebook, Tumblr oder Flickr, um nur einige Wenige zu nennen, lässt sich untereinander verknüpfen. Damit erreichen wir nicht nur potentielle Besucher mehrerer Quellen, wir verpassen dem Ganzen auch eine eigene Dynamik.

Allerdings - wie ich selbst gerade am eigenen Leib erfahren muss, ist der Versuch, ins Social Web einzutauchen, mit einem beträchtlichen Arbeitsaufwand verbunden. Die Vorteile sind zwar nicht von der Hand zu weisen, aber in meiner Kristallkugel sehe ich in naher Zukunft - wie Einzelpersonen, die einen Job und ein Sozialleben haben, nur noch schwer eine erfolgreiche Website im Alleingang betreiben können.

Hybriden und Spezialisten

Die meisten Websites, die wir finden, sind Hybriden. Mischungen aus den oben genannten Typen. Beispielsweise kann jemand sein Geschäft präsentieren und dabei ein Diskussionsforum zu passenden Themen, oder einen Onlineshop unterhalten. Das wäre eine solide Mischung und auch durchaus sinnvoll.

Spezialisten sind halt nur Angebote, die komplett aus der Reihe tanzen. Oft handelt es sich dabei um Werkzeuge, die ein Programmierer ins Netz gestellt hat, damit er sie bei der Hand hat. Textgeneratoren beispielsweise, oder Tools für Farben. Weil er aber kein Frosch ist, hat er sie halt öffentlich gemacht, damit auch wir sie nutzen können.

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