Urlaubsgeld - Wo sind meine Zinsen?
So, nach einer gewissen Zeit im neuen Job habe ich jetzt endlich mt dem letzten Gehalt auch mein Urlaubsgeld bekommen. Wird auch gut sein, habe lange genug auf mein Geld gewartet, gehört immerhin mir.
Warum so lange? Ganz einfach: Es gibt irgendsoein mehr oder weniger neues Gesetz, das den Staat berechtigt, das Geld einzubehalten und erst dann auszubezahlen, wenn ich entweder den Job hinschmeisse oder länger als ein Jahr dabei bin. Offiziell heissts das ist dafür da, damit die Leute das Geld nicht beim Fenster raushauen sondern irgendwie auch nachher noch etwas haben um damit zu leben.
Oder so irgendwie.
Was irgendwie klingt wie ein weiterer Schritt zur Entmündigung des Staatsbürgers... Schande über das Regime.
Aber ich sehe ja immer wieder wie genau die Leute, die am meisten jammern kein Geld zu haben, eben jenes für den größten Blödsinn ausgeben der zu haben ist.
Wie auch immer, heute krieg ich also meinen Auszug und es ist tatsächlich ein paar Netsch mehr drauf als nur das doppelte Gehalt.
Aber ich will immer exakte Aufschlüsselungen und rufe daher meinen Cheffe an, der kennt sich da aus. Frag ich ihn, ob er mir aus irgendeinem Grund mehr ausbezahlt hat als vereinbart (jaja, unwahrscheinlich, aber zumindest theoretisch möglich), oder ob das die Zinsen sind, die mir der Staat schuldet.
Lacht der mich aus.
Glaubst des? Peckt lauthals ins Telefon rein und meint der Witz wär gut, aber das Plus wär deshalb, weil das Urlaubsgeld steuerlich begünstigt ist.
Was also die Frage aufwirft:
Wo zum Henker sind meine Zinsen?
Geld zu suchen ist ja nicht schwer, man sieht ja wo es ist, und es liegt bekanntlich in der Natur des Geldes, dass es eine eigene Kohäsion besitzt. Sprich viele kleine Einheiten sammeln sich wie Quecksilbertropfen oder der Terminator "T1000" dort, wo bereits eine größere Einheit vorhanden ist. Was mir 3 Möglichkeiten offenbart:
Meine Zinsen auf das einbehaltene Urlaubsgeld sind
1.) entweder bei den Banken gelandet, die so blöd waren den Griechen einen Kredit zu gewähren
2.) beim Karl Heinz seinem Frisör
3.) in einem schwarzen Loch unterhalb von Wien
Punkt drei wirft dann aber eine Metafrage auf: Wer ist der dritte Mann?
Ja, wer glaubt, schwarze Löcher würden in Cern produziert, der irrt. Der Weltmarkt für Singularitäten ist relativ klein, mit sowas gibt sich der durchschnittliche Schweizer nicht ab. Da brauchts schon Österreicher, die in Physik so grottenschlecht sind, daß sie versuchen schwarze Löcher mit meinem Geld zu stopfen.
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