Schwarze Rosen
So... fotografiert hab ich das Ding nicht, zumindest dieses Jahr. Zu frustrierend dieser erste Schritt, meinen Rosengarten der Finsternis zu weihen.
Der Rosengarten
Was den Passanten wie einige wenige Quadratmeter todbringende Wildnis aus komischen Pflanzen, Wurzelstöcken, Steinen und verwilderten Pflanzen erscheint, ist eigentlich mein experimenteller Rosengarten.
Rosen hab ich ja schon länger, aber ihr Entwicklungspotential in diesen schrecklichen Pflanzkübeln war eher mäßig. Immerhin sind sie Tiefwurzler, daher erschien mir sogar die unkaputtbare Hundsrose ausgesprochen mickrig.
Deshalb habe ich letzten Herbst kurzerhand die Hecke aus Jasmin und Wasweißichwasfürsträuchern mit der Machete umgelatzt (wundervoller Stressabbau), und stattdessen meine Rosen eingepflanzt. Und siehe da, plötzlich gedeihen die Biester. Dieses Jahr haben sogar die Wildrosen, deren Stecklinge ich seit 3 Jahren regelmäßig eingepflanzt habe (und die nie etwas geworden sind), Wurzeln geschlagen und erstmals geblüht.
Schwarze Rosen
Also, der Grundstock an robusten Rosen wäre gelegt: Die extrem zähe Hundsrose mit ihren daumennagelgroßen, weißen Blüten - und die Wildrose mit ihren schrecklichen Dornen. Also habe ich mich erstmals daran gemacht, eine Zuchtsorte zu kaufen, natürlich eine Schwarze. "Black Velvet" nannte sie der offensichtlich farbenblinde Züchter, und auf dem Etikett war eine wunderschöne, burgunderrote Rose mit sehr dunklen, beinahe schwarzen Rändern der Blütenblätter zu sehen.
Einmal eingepflanzt, hat sich meine Black Velvet schnell eingelebt und auch gleich die ersten Blüten bekommen.
Welch eine Enttäuschung - Die Dinger waren mitnichten Schwarz, ja nichtmal Burgunderrot, sondern scheusslich Dunkelmagenta, dabei riesig, komplett gefüllt und völlig geruchlos. Bäh. Und bei unserem diesjährigen Wetter sind die kompakten Blüten natürlich innerhalb einer Woche verfault. Ja ne, verfault, nicht verblüht.
Der einzige Lichtblick (bzw. Schattenblick) sind die ausgesprochen nett ausgeprägten Dornen, aber die dürften vom Trägerstock kommen.
Naja, mal sehen wie sich der Stock nächstes Jahr entwickelt, wobei meine Neugierde sich eher auf die Wildrosen konzentriert.
Blattläuse
Achso, genau. Wie jedes Jahr war auch heuer wieder die riesige Blattlausplage im Gang. Und wie jedes Jahr kamen auch heuer wieder diese kleinen Spinnen, die um die Triebe hauchzarte Netze sponnen und die Läuse fraßen.
Die einzige giftige Unterstützung kam durch hausgemachte Nikotinbrühe, die sich aber nicht gegen die Blattläuse direkt, sondern gegen die Ameisen zwischen (bzw. unter) den Platten im Hof richtete.
So ihrer Hirten und Verteidiger beraubt, waren die Läuse leichte Beute für unsere Freunde die Spinnen.
