Glossar: der Hacker

Was macht ein Hacker eigentlich?

Immer wieder hören und lesen wir von den bösen Hackern, die sich an fremden Computern oder Websites zu schaffen machen. Die laden dann Sachen runter, die sie eigentlich nicht runterladen sollten und hinterlassen mehr oder weniger kreative Visitenkarten.

Das ist gewissermaßen schon richtig, aber nur ein kleiner Teil dessen, was das Wort Hack eigentlich bedeutet.

Eigentlich aber ist hacking nichts anderes als eine Art kreativer Problemlösung, bespielsweise die Anpassung eines handelsüblichen Gegenstandes an unsere persönlichen Bedürfnisse.
Dementsprechend sind viele von uns selbst Hacker. Beispielsweise habe ich letztens meine Hose gehackt.

Wie? Ganz einfach:
Das Problem eines Reisenden ohne Kreditkarte ist meistens die Tatsache, daß er den Löwenanteil seiner Barschaft mit sich führen muss. Die gewöhnlichen Hosentaschen sind für solche Summen ein denkbar ungünstiger Aufbewahrungsort. Also hab ich ganz einfach eine Innentasche in die Hose eingenäht, wo (zumindest unter normalen Umständen) niemand so leicht rankommt.
Zack - ein Hosenhack.

Auch das Festkleben irgendwelcher Sachen mit einem Kaugummi, die Verwendung von Kakaopulver als Rouge-Ersatz, geklopftes Holz als Pinsel oder der vordere Teil eines Kugelschreibers um einen Ball an der Tankstelle aufzupumpen sind demnach Hacks, sogar die Verwendung eines Feuerzeugs als Bieröffner.

Ihr seht schon, ein Hack ist eigentlich nur die Zweckentfremdung von Gegenständen oder Verfahren, um etwas mehr oder weniger sinnvolles zu... äh - zu machen.
Kein hacking wäre daher beispielsweise das Lahmlegen einer Site mit DoS Angriffen oder ein mies programmiertes Kassensystem mit dem Null-Summen-Bug abzuschießen. Auch wer die Münze aus einem Einkaufswagerl mit der Säge rausholt ist kein Hacker, sondern ein Depp.
Sowas macht man mit Schaschlikspießen.

Also, wer ist nach dieser Definition der bekannteste Hacker?

Richtig.

MacGyver.

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